Bekämpfung von Kakerlaken in Hamburg

Schaben (umgangssprachlich Kakerlaken genannt) sind nicht nur ekelerregend, sie können auch zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden. Umso wichtiger ist es, einen Schabenbefall frühzeitig zu erkennen und effektiv dagegen vorzugehen. Wir erklären, wie sich die Schädlinge bemerkbar machen und wie man sie wieder los wird.

Welche Schabenarten gibt es und wie sehen sie aus?

Von den über 4.500 verschiedenen Schabenarten sind nur einige wenige als Schädlinge einzustufen. In Hamburg und generell in Deutschland hat man es vor allem mit folgenden Arten zu tun:
  • Die Deutsche Schabe (Blatella germanica) ist rund 12 - 15 mm lang, braun gefärbt und an zwei dunklen Streifen im Brustbereich erkennbar. Trotz voll ausgebildeter Flügel fliegen die Tiere nicht, sie sind aber gute Läufer und können auch glatte Wände erklimmen. Die Deutsche Schabe braucht warme, feuchte Lebensräume und kommt daher nur im Umfeld des Menschen vor.
  • Die etwas seltenere Orientalische Schabe (Blatella orientalis) wird bis zu 30 mm lang und ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Die Tiere halten sich normalerweise am Boden auf.
  • Manchmal trifft man auch auf die Amerikanische Schabe (Periplanta americana). Sie hat eine Körperlänge von 28 bis 44 mm und ist rotbraun gefärbt.

Welche Gefahren gehen von Schaben aus?

Schaben im Haushalt bedeuten ein erhebliches Gesundheitsrisiko! Die Tiere ernähren sich von Lebensmitteln aller Art, auch von verdorbenen Speisen. Durch ihren Kot und ihr Speichelsekret verunreinigen sie die Nahrungsmittel und machen sie ungenießbar. Schaben können eine Reihe an Krankheiten übertragen, darunter Ruhr, Typhus, Hepatitis, Pilz- und Wurminfektionen. Darüber hinaus verschleppen sie Schimmelpilzsporen. Die Ausscheidungen der Tiere können außerdem schwere allergische Reaktionen und Asthma-Anfälle hervorrufen. Auch an elektrischen Anlagen wie Computern können Schaben Störungen auslösen, da sie häufig in die Geräte eindringen.

Woran erkennt man einen Schabenbefall?

Schaben halten sich tagsüber in Verstecken auf, nur bei sehr starkem Befall trifft man vereinzelt auf frei laufende Tiere. Anzeichen für einen Schabenbefall sind:
  • Kotkrümel: Die Ausscheidungen von Schaben sind als dunkelbraun gefärbte Krümel erkennbar. Sie sind manchmal in Linien angeordnet.
  • Fraßspuren an Lebensmitteln oder Tierfutter: Verpackungen aus Papier oder Zellophan stellen für Schaben kein Hindernis dar!
  • Geruch: Schaben kommunizieren untereinander über Duftstoffe, die penetrant süßlich riechen und als widerlich empfunden werden. Je stärker der Geruch, desto stärker der Befall.

Was kann man gegen Schaben tun?

Entgegen hartnäckiger Vorurteile ist meist nicht mangelnde Hygiene an einem Schabenbefall schuld. Häufig werden die Schädlinge über Urlaubsgepäck, Nahrungsmittel oder gebrauchte Haushaltsgeräte eingeschleppt. Haben sie erst einmal einen Lebensraum erobert, ist es schwierig Schaben wieder los zu werden. Die Tiere sind mittlerweile gegen viele Insektizide resistent und wandern häufig nur in angrenzende Gebäudebereiche aus, wenn sie gestört werden. Oft werden eigenmächtig eingesetzte Schädlingsbekämpfungsmittel nur für Mensch und Haustiere zur Gefahr, nicht aber für die Schaben! Die Bekämpfung von Schaben gehört daher in die Hände eines professionellen Kammerjägers.

Da sich Schabenkolonien in größeren Gebäuden häufig über mehrere Wohnungen verteilen, ist ein koordiniertes Vorgehen nötig. Bei Verdacht auf einen Schabenbefall sollten Sie daher unbedingt den Vermieter bzw. die Hausverwaltung kontaktieren, gegebenenfalls muss der Vermieter den Schädlingsbekämpfer beauftragen und auch die Kosten dafür tragen.

Wie geht der Schädlingsbekämpfer gegen Schaben vor?

Kammerjäger kombinieren zur Schabenbekämpfung meist mehrere Methoden, die sich an der Biologie der Tiere orientieren. Häufig kommen zunächst mit Lockstoffen versehene Klebefallen zum Einsatz, um das Befallsausmaß abzuschätzen und die Schabenart zu bestimmen. Insektizide werden punktuell an den bevorzugten Aufenthaltsorten der Schädlinge ausgebracht - häufig in Gelform. Diese sogenannten Kontaktgele haben den Vorteil, dass die Tiere sie auch untereinander weitergeben. Die Belastung für Mensch und Haustiere bleibt dabei gering. Manchmal ist auch eine biologische Bekämpfung mit Nematoden oder Schlupfwespen möglich.

Wichtig ist, dass sich die Bekämpfungsmaßnahmen über mehrere Monate erstreckt und der Erfolg regelmäßig kontrolliert wird. Denn die Eipakete der Schädlinge sind durch ihren Chitinpanzer enorm widerstandsfähig. Erst wenn die Larven schlüpfen und von den Giftködern fressen, können auch sie bekämpft werden.

Wie kann man Schabenbefall vorbeugen?

Ein unbeabsichtigtes Einschleppen von Schaben lässt sich leider nicht immer vermeiden. Nach einer erfolgreichen Schabenbekämpfung ist es aber wichtig, einem erneuten Befall vorzubeugen. Dazu sollten mögliche Verstecke und Nistmöglichkeiten (etwa lose Fliesen oder Wanddurchbrüche) abgedichtet werden. Da Schaben viel Wasser benötigen, ist auch das Vermeiden von Staunässe wichtig (z.B. tropfende Wasserhähne). Darüber hinaus sollten Sie Lebensmittel und Tierfutter immer schabensicher in geschlossenen, dichten Behältern aus Kunststoff, Glas oder Blech aufbewahren.

Manchmal hat die Schabenplage ihre Ursache auch außerhalb der eigenen Wohnung - beispielsweise in einem angrenzenden Gastronomiebetrieb.

Als Kammerjäger überprüfen wir diese Möglichkeit und weiten die Bekämpfungsmaßnahmen gegebenenfalls aus. Als Schädlingsbekämpfer für Hamburg treten wir übrigens immer in neutraler Handwerker-Kleidung auf und verrichten die Arbeit sehr diskret.
Kammerjäger