Taubenabwehr in Hamburg

In Hamburg gehören Tauben wie in vielen anderen großen Städten zum alltäglichen Straßenbild. Meist treten die geselligen Tiere jedoch in großen Populationen auf und nicht selten verursacht dies große Probleme in Hinblick auf Hygiene, Gesundheitsgefährdung und Beschädigung von Gebäuden. Wir geben Ihnen Einblicke in die Welt der Tauben und erklären die wirksamsten Methoden für eine erfolgreiche Taubenabwehr.

Die Taube in Hamburg

Die Tauben (lateinischer Name: Columbidae) bilden mit rund 42 Gattungen und über 300 Arten die einzige Familie in der Ordnung der Taubenvögel. Sie sind nahezu weltweit vertreten, einzige Ausnahmen sind Arktis und Antarktis. In Mitteleuropa leben insgesamt fünf Vertreter dieser artenreichen Familie, in der Handelsmetropole Hamburg lebt hauptsächlich die Stadttaube.

Die Stadttauben haben alle Städte unserer Erde erobert und gehören daher bereits sehr lange zum normalen Straßenbild. Diese Vögel entwickelten sich aus verwilderten Haustauben und stammen von der Felsentaube (Columba livia) ab. Eine Stadttaube besitzt eine durchschnittliche Körperlänge von rund 32 cm, ein Durchschnittsgewicht von etwa 350 g und eine Flügelspannweite von ca. 68 cm. Durchschnittlich erreichen die Stadttauben ein Alter von rund 3 Jahren, bei optimalen Umweltbedingungen ist jedoch durchaus ein hohes Alter von 10 Jahren und mehr möglich. Weltweit weisen die Stadttauben eine erstaunliche Bandbreite an Gefiedervariationen auf, sehr weit verbreitet ist eine starke Ähnlichkeit mit der Felsentaube. Dabei ist der Bereich vom Kopf bis zu Brust und Rücken in blaugrauer Farbgebung gehalten. Besonders auffällig ist bei den Männchen die schimmernde Färbung an den Flügeln sowie im Nacken.

Wissenswertes zu Ernährung, Fortpflanzung und Brutpflege

Ebenso wie die meisten anderen Taubenarten ernähren sich auch die Stadttauben in erster Linie von Samen und Körnern. Allerdings sind die Tiere bei variierendem Angebot nicht besonders wählerisch und sind auch an Nahrungsabfällen durchaus interessiert. Zum Leidwesen vieler Hausbesitzer und Geschäftsinhaber wird eine effektive Taubenabwehr gerade in Innenstädten erschwert, wenn vermeintlichen Tierfreunden durch gezieltes Füttern eine große Zahl der Tiere anlockt, was die Stadt Hamburg dazu veranlasst hat, die Taubenfütterung unter Strafe zu verbieten.

In der Regel lebt ein Taubenpaar monogam, meist gibt es zwei bis vier Gelege pro Jahr, möglich sind jedoch auch bis zu sechs Bruten. Je Brut legt das Weibchen zwischen zwei bis drei Eier. Während der Brutzeit von 17 bis 18 Tagen wechseln sich beide Elternteile bei der Brutpflege ab. Nach etwa 24 Tagen verlassen die Jungvögel erstmals das elterliche Nest, ehe sie mit 30 bis 35 Tagen vollständig unabhängig werden. Auch wenn rund 90 Prozent der Jungtiere innerhalb des ersten Lebensjahres sterben, führt die hohe Anzahl der jährlichen Bruten bei mangelnder Taubenabwehr doch zu einer kontinuierlichen Steigerung der Taubenpopulation.

Taube als Schädling - Gefahr für Mensch & Haustier

Auch wenn viele Tierfreunde es nicht gerne hören - wenn Stadttauben in hohen Populationsdichten auftreten, gelten sie im Sinne des deutschen Tierschutzgesetzes eindeutig als Schädlinge. Aufgrund der unterschiedlichen Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier werden Tauben von vielen Menschen auch als "Ratten der Lüfte" bezeichnet. Die Sorgen vieler Stadtbewohner sind durchaus nicht unbegründet, da Stadttauben nachweislich eine Vielzahl von Krankheitserregern übertragen können. Dazu zählen beispielsweise bakterielle Erkrankungen wie Salmonellose, Ornithose und Tuberkulose und Viruserkrankungen wie die Röteln.

Durch übertragene Parasiten wie Vogelmilbe (Dermynyssus gallinae), Taubenzecke (Argus relexus) oder Taubenfloh (Ceratophyluss columbae) kann es beim Menschen zu unangenehmen Hautreaktionen kommen.

Von frischem Kot soll eine größere Ansteckungsgefahr ausgehen, allerdings kann auch getrockneter Kot problematisch sein, wenn er bei Reinigungsarbeiten aufgewirbelt und eingeatmet wird. Generell wird jedoch die Ansteckungsgefahr für den Menschen eher als niedrig eingestuft. Kinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem gelten im Gegensatz zu gesunden Erwachsenen jedoch eher als gefährdet. Haustiere wie Hunde und Katzen können sich ebenfalls mit einigen Erregern infizieren.

In Hamburg geht man von einer Taubenpopulation von ca. 20.000 Tauben aus. Bis zu zwanzig Mal am Tag hinterlässt eine Taube Kot. Hochrechnungen gehen von ca. 10 Kilgramm Taubenkot pro einzelnes Tier aus, was für die Freie und Hansestadt an der Elbe etwa 200 Tonnen Taubenkot pro Jahr bedeutet.

Besonderes Augenmerk gilt auch den Schäden an Gebäuden, die durch starke Verschmutzungen mit Taubenkot entstehen. Neben der wenig ansprechenden Optik kommt es auch zu direkten sowie langfristigen Schäden wie Salzausblühungen oder einer verstärkten Ansiedlung von Pilzsporen und anderen Mikroorganismen.

Erfolglose oder verbotene Methoden zur Taubenabwehr

Immer wieder gibt es unterschiedliche Ansätze zur Taubenabwehr, allerdings führen nicht alle Mittel und Methoden zum gewünschten Erfolg. So waren beispielsweise das Einfangen und Aussiedeln in Taubenhäuser ebenso erfolglos wie die Entfernung der Gelege. Auch strenge Fütterungsverbote sowie der Einsatz von Ultraschall und/oder Knallgeräuschen konnten nicht wirklich zu einer Verringerung der Taubenpopulation beitragen. Vereinzelt werden Greifvögel wie der Wanderfalke eingesetzt, im Hinblick auf eine effektive Taubenabwehr ist jedoch auch diese Methode nur wenig erfolgsversprechend.

Wenn Sie nun darüber nachdenken, Gift gegen die lästigen Tauben einzusetzen, sollten Sie von dieser Idee wieder Abstand nehmen. Sind andere Versuche der Taubenabwehr erfolglos geblieben, ist der Gedanke an den Einsatz von radikalen Mitteln durchaus nachvollziehbar - die Anwendung von Taubengift wie Blausäure oder andere Mittel ist jedoch ausdrücklich nicht erlaubt. Auch der Abschuss von Tauben ist streng untersagt. Der Einsatz von Gift und der Taubenabschuss sind ausschließlich mit schriftlicher Erlaubnis und unter strengen Auflagen der zuständigen Ordnungsbehörde statthaft und wird auch dem professionellen Schädlingsbekämpfer üblicherweise nicht gestattet. Dem professionellen Kammerjäger bleiben jedoch weitere Methoden zur Taubenvergrämung:

Erfolgreiche Methoden & professionelle Taubenabwehr

Die professionelle Taubenabwehr fokussiert sich in der heutigen Zeit auf weniger martialische Methoden. Welche Systeme im Einzelfall empfehlenswert sein, hängt dabei jeweils von unterschiedlichen Aspekten ab, daher ist insbesondere bei einer starken Taubenpräsenz die Unterstützung durch versierte Experten wie beispielsweise professionelle Schädlingsbekämpfer und/oder spezialisierte Taubenabwehr-Fachleute sehr empfehlenswert. Als besonders erfolgreich gelten insbesondere die folgenden Methoden und Systeme:
  • Tauben-Spikes
  • Tauben-Netze
  • Spanndrahtsysteme
  • Impulsstromsysteme
Die herkömmlichen Tauben-Spikes sind eine einfache und zugleich effektive Methode zur Taubenabwehr in Hamburg. Dabei handelt es sich meist um Edelstahlspitzen, die an exponierten Plätzen (Gesimse, Schornsteine, Firste, Gebäudevorsprünge etc.) angebracht werden und den Tauben keinen Platz für die Landung lassen. Zum Schutz von großen Flächen, Hohlräumen und Fassaden werden häufig spezielle Taubennetze eingesetzt, die nachhaltig den Anflug und die Einnistung verhindern.

Die Spanndrahtsysteme können flexibel eingesetzt und bestehen in erster Linie aus etwa 0,6 mm dünnem Draht. Er verhindert effektiv den Anflug und die Landung, da die Tauben auf dem Draht keinen Halt finden. Das Impulsstromsystem arbeitet nach dem Weidezaun-Prinzip und ist eine sehr erfolgreiche Taubenabwehr-Methode. Bei Kontakt mit dem System erhalten die Tauben einen unangenehmen jedoch gesundheitlich nicht schädlichen Stromimpuls. Durch den Lerneffekt wird in Zukunft dieser Ort gemieden. Für eine erfolgreiche Taubenabwehr ist auch die Kombination von mehreren Abwehrsystemen denkbar, die jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden sollte.

Als Ihr Schädlingsbekämpfer für Hamburg beraten wir Sie gerne ausführlich zu Vor- und Nachteilen aller erfolgsversprechenden Taubenabwehr-Maßnahmen.

Gerne kommen wir zu einem unverbindlichen Vor-Ort-Termin in sämtliche Stadtteile Hamburgs zu Ihnen, von Altona und Eimsbüttel bis nach Bergedorf, von Harburg über Hamburg-Mitte bis Wandsbek.

Bitte rufen Sie uns an für eine erste unverbindliche Erstberatung.
Kammerjäger